Forschungsprojekt

Mit dieser Homepage möchte ich mich persönlich und meine Spezialisierung, die mikroskopische Endodontolgie (=Wurzelkanalbehandlung), vorstellen. Die offizielle Praxishomepage meiner Tätigkeit finden Sie hier: Zahnheilkunde Praxisteam in Schwäbisch Gmünd

Laufendes Forschungsprojekt an der Uni Düsseldorf


Da es sich um ein laufendes Forschungsprojekt handelt, stehen die bisherigen Ergebnisse nur registrierten Benutzern im geschützen Bereich zur Verfügung, um die Auswertung zu diskutieren.
Nach Veröffentlichung der Arbeit stehen hier Informationen bereit!

Temperaturverhalten intrakanalärer Spülung während endodontischer Therapie


Ziel der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, die Temperaturveränderungen im Kanal bei Verwendung von Spülflüssigkeiten mit unterschiedlichen Temperaturen zu messen. Weiterhin wird untersucht, ob die Aufbereitungsgröße und die Konizität der Aufbereitung einen signifikanten Einfluss auf die Temperaturveränderungen haben.
Untersucht wird dabei:
a) Welche Maximal- bzw. Minimaltemperaturen stellen sich  beim Spülvorgang in der apikalen Region ein
b) In welcher Zeit nach Spülbeginn wird die Maximal- bzw. Minimaltemperatur ±1°C erreicht
c) Über welchen Zeitraum wird die ermittelte Maximal- bzw. Minimaltemperatur ±1°C  gehalten
d) Welche Temperaturen sind eine Minute und zwei Minuten nach Ende des Spülvorgangs im Wurzelkanal noch vorhanden

Folgende Hypothesen sollen untersucht werden:

1. Die Aufbereitungsgröße und die Konizität der Aufbereitung haben keinen Einfluss auf die erreichten Maximal- oder Minimaltemperaturen.
2. Die Aufbereitungsgröße und die Konizität der Aufbereitung haben keinen Einfluss auf die Temperatur eine bzw. zwei Minuten nach Spülende.
3. Die Aufbereitungsgröße und die Konizität der Aufbereitung haben keinen Einfluss auf die Zeiten, über welche die erreichten Maximal- bzw. Minimaltemperaturen gehalten werden.
4. Die Aufbereitungsgröße und die Konizität der Aufbereitung haben keinen Einfluss auf die Zeit bis zum Erreichen der Maximal- oder Minimaltemperaturen.

Masterthese

Temperaturveränderungen der intrakanalären Flüssigkeit bei Verwendung von Spüllösungen mit unterschiedlichen Ausgangstemperaturen


Zusammenfassung:
In dieser in vitro Untersuchung wurde die maximale Temperaturveränderung im Wurzelkanal bei Verwendung von Spülflüssigkeiten mit fünf unterschiedlichen Ausgangstemperaturen ermittelt. Dafür wurde ein Oberkiefereckzahn mit Mtwo (VDW, München, Deutschland) bis zu einer Größe 40.04 aufbereitet und von apikal ein Tauchfühler Typ K Ø 0,5 mm (Fa. Dostmann electronic, Wertheim-Reicholzheim, Deutschland) in dem Wurzelkanal befestigt. Zur Sicherstellung einer konstanten Umgebungstemperatur von 37°C wurde der so vorbereitete Zahn in einem Inkubator (MELAG Medizintechnik oHG, Berlin, Deutschland) installiert. Mit Hilfe eines Wasserbades (JULABO Labortechnik GmbH, Seelbach, Deutschland) und Eiswürfeln wurde Wasser für die einzelnen Versuchsgruppen auf 10°C, 21°C, 37°C, 45°C und 60°C eingestellt, mit einer Spritze aufgezogen und der Kanal über eine NaviTip- Kanüle 0,30 mm/21 mm UP1349/UP1422 (Ultradent Products Inc., USA) gespült. Die Spülkanüle wurde dabei bis 1 mm vor den Messfühler eingeführt. Die Temperaturen wurden während des Spülvorganges und zwei Minuten darüber hinaus mitgeloggt. Aus den erfassten Werten wurden die maximalen Temperaturveränderungen während des Spülvorganges, sowie die Temperaturen eine Minute und zwei Minuten nach Spülende bestimmt. Die Kontrollgruppe mit Körpertemperatur zeigte kaum Veränderungen. Bei Verwendung von Flüssigkeiten aus dem Kühlschrank oder mit Zimmertemperatur kam es während des Spülvorganges zu einem deutlichen Abfall unterhalb der Körpertemperatur. Bei Spülung mit 45°C erwärmter Flüssigkeit kam es zu einer durchschnittlichen Maximaltemperatur von 41°C im Wurzelkanal. Wurde die Flüssigkeit auf 60°C vorerwärmt, so konnten maximal. 52°C im Durchschnitt gemessen werden. Nach Abschluss der Spülung näherte sich bei allen Gruppen die Temperatur der Flüssigkeit im Kanal wieder recht rasch der Körpertemperatur an und erreichte diese ±4 °C nach zwei Minuten. Eine Erwärmung der Spülflüssigkeit erscheint sinnvoll, um dadurch die gesteigerten positiven Eigenschaften, insbesondere von Natriumhypochlorit, ausnutzen zu können. Jedoch sollte einkalkuliert werden, dass die gesteigerte Effektivität nur während des Spülvorganges vorhanden ist. Unabhängig von der Ausgangstemperatur stellt sich danach im Wurzelkanal die Körpertemperatur wieder rasch ein.